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Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur

Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur Würzburg

Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur

Ja, was soll man sagen?
Dass das Jahr 2020 ein sehr besonderes Jahr war, braucht man nicht erwähnen, aber es ist uns ein Bedürfniss einen Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur zu verfassen.

Begonnen hat das Jahr für uns mit einer Silberprämierung bei Bayerns beste Bioprodukte für unser Zwetschgenlatwerge, worüber wir uns sehr gefreut haben und so fast verloren gegangenem Wissen wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken konnten.

Eine sehr erfolgreiche Kulinea in Zeil am Main und tolle Feinschmeckermesse in Iphofen waren unsere ersten und zugleich letzten Messen in 2020.

Dann kam der erste Lockdown und es wurde plötzlich alles anders.
Keine Märkte und Messen mehr, nur noch der Bauernmarkt im Bürgerbräu. Unser gesamtes Konzept ist hauptsächlich auf Märkte, Messen und Händler ausgerichtet, der Shop lief die letzten Jahre eher nebenher. Immer wieder haben wir Zeit investiert, um ihn weiter auszubauen, gerade in der Suchmaschinenoptimierung. Und das hat sich ausgezahlt, was sich in den letzten Monaten gezeigt hat. Dass wir immer mehrgleisig gefahren sind, hat die Genießermanufactur bisher gerettet.

Unsere Händler haben uns die Stange gehalten, viele Kunden, die uns immer treu auf Messen besuchten, haben im Shop bestellt, oder sind in den Direktverkauf gekommen. Und wir haben uns weiter auf den Hosenboden gesetzt um den Shop weiter voranzubringen.

Wir würden sagen, dass die Genießermanufactur bei heutigem Stand mit einem blauen Auge davongekommen ist. Das sah im ersten Lockdown noch ganz anders aus. Die Menschen waren geschockt und hatten keine Feinkost mehr gekauft. Die Aufmerksamkeit lag woanders.

Wir hatten die Produktion heruntergefahren, weniger Gläser und mit Vorsicht Rohstoffe eingekauft, hatten „tiefgestapelt“. Manch ein Produkt gibt es einfach nicht, auch weil sich die Rohstoffsituation 2020 aufgrund klimatischer Bedingungen verschärft hat.

Weiter geht´s mit dem Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur:

Die Rohstoffsituation war, wie schon erwähnt, 2020 mehr als schwierig. Trockenheit und Schädlinge auch neuerer Art machten unseren Anbauern zu schaffen. Wir haben so wenig Chilis wie noch nie in der Geschichte der Genießermanufactur bekommen.

Ein biologischer Zitronengrasanbauer in Niederbayern hat leider schon wieder aufgehört Zitronengras anzubauen, da es ein Hobby war und er sich umorientiert hat.

Martin von der Raritätengärtnerei in Schwarzach hat alles versucht um ausreichend Ingwer, Zitronengras, Mojos oder Chili anzubauen. Danke Martin!

Unsere Charlotte, die Kräuter und Chili für uns angebaut hat, bekommt Nachwuchs und hört erst einmal auf für uns anzubauen. Wir wünschen Ihr alles Gute und wer weiß, vielleicht ist sie ja bald wieder mit dabei. Danke Charlotte!

Unsere Schwarzen Nüsse sind in diesem Jahr wieder hervorragend geworden. Dank Krischans Fachwissen haben wir einem Virus, der die Nüsse befällt, ein Schnippchen geschlagen und so nach einem schlechten Jahr 2019 beste grüne Walnüsse erhalten. Danke Krischan!

Eine stabile Komponente im Jahr 2020 war unsere Verena, die immer dafür gesorgt hat, dass alle Gläser etikettiert und vor allem ordentlich aufgeräumt waren J. Sie hat fleißig Ware für den Bauernmarkt gepackt, sodass wir nur einladen, los düsen und verkaufen konnten. Und sie hat alle Bestellungen aus dem Shop kommissioniert oder an unserem Newsletter gefeilt. Danke Verena!

Bereits im Sommer hatten wir uns auf die Suche nach einem Koch/einer Köchin für unsere Produktion gemacht. Man braucht einen langen Atem, um wirklich jemand Gutes zu finden. Einen Glücksgriff haben wir nun mit Kevin gemacht, der gelernter Koch ist und in der gehobenen Küche zuhause ist. Durch die momentane Schließung der Gastronomie hat er keine Arbeit und ist froh, dass er hier werkeln kann. Uns blutet nur jetzt schon das Herz, wenn er im Frühjahr wieder geht, da er natürlich wieder in seinen bisherigen Job zurück möchte. Danke Kevin für Deine Unterstützung in der Manufactur!

Privat mussten wir uns mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Thomas hat Mutter, Vater und Sohn innerhalb 8 Monate verloren; das war harter Tobak zusätzlich zur gesamten Situation überhaupt. Wir haben einen kompletten Hausstand aufgelöst. Ausräumen, entsorgen, verkaufen, verschenken, auseinandersetzen, konfrontieren, loslassen – das war ein großes Paket, aber wir haben es insgesamt gut hinbekommen. Uns blieb jedoch keine Zeit für irgendwas Anderes.

Das war´s im Wesentlichen mit dem Jahresbrief 2020 aus der Genießermanufactur…

Und nun möchten wir DANKE sagen, an alle die Menschen, die uns in 2020 unterstützt
und begleitet haben:

Ausnahmslos (!) unseren Kundinnen und Kunden und die vielen positiven Rückmeldungen.

Ebenfalls ausnahmslos (!) allen unseren Händlerinnen und Händlern.

Gaby & Anne für Ihre Freundschaft, Ihr Dasein und Zuhören.

Barbara fürs stetige Nachfragen, wie es uns geht.

Marlene & Bruno (Ma & Pa), ohne die die Genießermanufactur kein Zuhause hätte.

Gerdi, die da ist, wenn Not am Mann, äh Frau ist.

Eva oder auch Madame Dessert für den genialen und nachhaltigen Foodfotografiekurs.

Die stetig wachsende Instagram- und Facebook-Gemeinde.

Sylvia und Michael vom Forum Botanische Kunst, die für unsere Gläser immer einen Platz haben.

Annegret und Bernhard aus Wabübru.

Und die vielen anderen Menschen, die uns positiv begegnet sind und wir hier nicht erwähnt haben.

Wie 2021 aussieht, kann keiner sagen. Wir setzen alles daran, dass die Genießermanufactur weiter existiert. In den vielen Jahren unserer Selbständigkeit gab es viele Höhen und Tiefen und wir haben NIE aufgegeben. Das werden wir auch jetzt nicht tun.

Denn wir möchten gerne weiterhin unserer Leidenschaft, gute und konsequente kulinarische Produkte herzustellen und zu verkaufen, nachgehen.

Nun haben wir endlich Zeit etwas auszuschnaufen und runterzukommen, so zumindest die Theorie…

Wir wünschen allen ruhige und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2021.

Und gesund bleiben!

In diesem Sinne – machts Euch alle schön!

 

Sabine & Thomas

P.S. Und pssst, wir haben uns wieder mit einem unsere Genusswerke bei Bayerns beste Bioprodukte beworben. Mal sehen, ob es wieder was wird?

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