Nachgeschaut

Das Anbauprojekt

Das Anbauprojekt – der Anfang

Chilis, Kräuter, Blüten, Gewürze, all dies sind aromatische Bestandteile in unserer kreativen Genießermanufactur.

Doch woher nehmen fragten wir uns und haben den Impuls von Charlotte aufgenommen, ein Anbauprojekt für die Genießermanufactur zu starten.

Charlotte bewirtschaftet nach einer Kinderpause eine überschaubare Fläche mit verschiedenen Kulturen nach Demeter-Richtlinien. Da die Kids langsam aus dem Gröbsten heraus sind, wollte sie wieder selbst Hand anlegen, denn der direkte Bezug zur Natur und den Pflanzen ist ihr sehr wichtig.

Wir gehören mit unseren hochwertigen biologischen Genusswerken ja schon fast zum Inventar beim Kräutermarkt in Hohenroth, einer SOS-Dorfgemeinschaft. Und da schneite Charlotte (die zuvor in Hohenroth in der Demeter-Gärtnerei gearbeitet hatte) bei uns vorbei und fragt, ob sie nicht für uns ein paar Kräutchen anbauen könne. Natürlich stimmten wir sofort zu, denn der regionale Bezug von hochwertigen Rohstoffen ist uns bekanntermaßen sehr wichtig.

Das Anbauprojekt – das erste Jahr

Dieses Jahr diente erst einmal dazu, um den Aufwand für die verschiedenen Kulturen zu eruieren.

Es musste ja das Saatgut (samenfest!) gefunden und bestellt, dieses ausgebracht und nach dem Auflaufen weiter gehegt und gepflegt werden.

Charlottes Grüner Daumen führte im Jahresverlauf dazu, dass die Pflänzchen prächtig gediehen sind und Blüten, bzw. Früchte angesetzt haben.

Das Anbauprojekt – in Natura

Uns kribbelte es in den Fingern, das Anbauprojekt nun auch mal persönlich in Augenschein nehmen zu können, nachdem alles grünt und blüht. Die Vielfalt auf dem Feld ist wunderschön, es summt und brummt, alles ist lebendig, bis in die Erdscholle.

Die ersten speziellen Mojo-Paprika beginnen abzureifen, Kräuter wurden bereits geerntet, auch einige Blüten wie Kornblume, Ringelblume, Malve, die wir für Sabines begehrten Kräutertee benötigen.

Lange haben wir gewartet, bis wir wieder Blüten aus heimischen Gefilden verwenden können.

Der kleine bis mittelgroße Wermutstropfen:

Auch wenn wir für die Erzeuger den Vorteil bieten, kleine Teilmengen der jeweiligen Früchte abnehmen zu können – es braucht weniger Pflanzen, weniger Platz und die Pflanzen können mehrmals beerntet werden – so muss doch eine gewisse Rentabilität dabei sein.

Nur aus Jux und Tollerei wird niemand diese Mühen auf sich nehmen und das Mindestziel ist, die Kosten zu decken. Nur, wo beginnt die Rentabilität, was ist die richtige Größe des Feldes, wieviel Pflanzen braucht es, um die Menge X zu bekommen?

Wo fängt die Massenerzeugung an, wer sind die Kunden und Abnehmer, was wird von wem und wieviel bazahlt?

Fragen über Fragen und letztendlich bestimmt der Euro über Realisierung oder Fiktion.

Und so wird es auch hier wieder massive Abstriche in der Vielfalt geben, die Konzentration wird auf wenige, dafür etwas größere Kulturen gelegt.

Aber, selbst viele kleine Puzzlesteinchen ergeben ein großes Ganzes – wir arbeiten weiter daran, mit kleinen Anbauprojekten in der Region unsere Bedarfe zu decken.

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