Die Geniessermanufactur - Die Philosophie ---- Bio-Feinkost mit Charakter - Chilipasten, Würzpasten, Pestos, Pralinen, Trüffel
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Die Philosophie der Genießermanufactur

... oder warum eigenlich Manufactur??

Die Verarbeitung unserer hochwertigen Produkte geschieht vorzugsweise von Hand. Und so leitet sich vom Lateinischen manus – Hand und factura - das Machen ab. Nur so haben wir auch wirklich in (sauberen) Händen, was später ihren anspruchvollen Gaumen erfreuen soll. Wie bereits erwähnt, werden die Rohstoffe von Hand gesäubert, grob bis fein zerkleinert, von Hand gerührt (und manchmal geschüttelt), abgefüllt und etikettiert.
Sicherlich ist der Arbeitsaufwand relativ groß, denn Maschinen würden einige Schritte viel schneller erledigen. Aber, Maschinen rauben häufig auch die Seele eine Produktes, was über den Geschmack hinaus geht und man z. B. an einer Unverträglichkeit oder der nicht vorhandenen Befriedigung der Sinne merkt. Es bleiben bei der Handarbeit wohl auch Molekühlstrukturen vorhanden, die dem Körper ein gewisses Wohlbefinden signalisieren. Bewusste Esser und Genießer wissen sicherlich, was gemeint ist, denn es ist „nur“ ein subjektives Empfinden.

Wir haben uns mittlerweile weiterentwickelt und uns auf das Wesentliche konzentriert. Das heißt für uns noch verstärkter auf Qualität zu achten, Regionalität, Saisonalität und Klein- bis Mittelständler oder auch Kooperativen zu unterstützen.
Wie gewohnt ist für uns BIO nicht eine Marktstrategie, sondern Lebensphilosophie, die wir täglich leben. Leider ist das Thema BIO für viele zum Alibi-Aspekt geworden, es wird mit Gesundheit und Umweltschutz in Verbindung gebracht, wird zu zweifelhaften Marktstrategien missbraucht und dem Verbraucher ist es letztendlich egal, ob er Bio beim Discounter zu Niedrigstpreisen ersteht.
BIO ist aber mehr (zumindest für uns und einige andere) !
BIO beinhaltet Respekt vor Natur, Tier und Mensch, es beinhaltet eine Wertschätzung des Geleisteten, es beinhaltet NICHT egoistisch-materielle Tendenzen, mit denen Erzeuger und Hersteller gezwungen werden, billigst zu produzieren. Es beinhaltet auch nicht, für möglichst wenig, möglichst viel zu bekommen, sondern im ausgeglichenen Verhältnis.
Was nützt uns der Bio-Anbau, wenn es auf riesige Flächen mit Monokulturen hinausläuft, was nützt es, wenn alles nur billig verramscht wird und der Mensch nicht mehr nachkommt, Geld für sein Nötigstes zu verdienen, weil die Stundenlöhne zu niedrig und die Lebenshaltungskosten zu hoch sind?
Wir denken, wir alle müssen umdenken und nachdenken, was wir wirklich benötigen und was Qualität für uns alle bedeutet. Trägt nicht jeder, der billigst einkauft dazu bei, dass auch sein Arbeitsplatz einmal wegrationalisiert werden könnte? Zu diesem Thema aber an anderer Stelle mehr...
Umgesetzt wird dies, indem wir zusätzlich mit „Die Genießermanufactur“ einen für uns neuen kulinarischen Weg beschreiten. Wir produzieren in überschaubaren Chargen Würzpasten, -soßen, den einzigartigen Gewürz-Ghee und weitere Gaumenschmeicheleien. Hier kommen unsere Fähigkeiten voll zum Tragen, denn Kochen, Experimentieren und Genießen ist unsere Leidenschaft.

Wir möchten Sie daran teilhaben lassen, Qualität und Genuss aus einer Hand zu erleben, sich an einer Expedition der Sinne zu beteiligen und wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, den kulinarischen Horizont kompetent bei Bedarf zu erweitern.
Besonders freuen wir uns, dass sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Demeter-Gärtnerei Veit Plietz ergeben hat. Hier beziehen wir, wann immer möglich, qualitativ hochwertige Rohstoffe. Der Start im Jahr 2007 wurde vorrangig mit Chilis gemacht. Leider war es kein gutes Chili- und Tomatenjahr, weshalb die Ernte von geschmacklich gut ausgebildeten Rohstoffen eher kärglich ausfiel. Nichts desto Trotz haben wir doch erstaunliches kreiert...

Soweit es möglich ist, sind unsere weiteren Rohstoffe aus kbA (kontrolliert biologischem Anbau) oder aus verantwortungsvoller Wildsammlung (die Wild-Kräuter sind hier meist aromatischer), sowie aus eigenem Anbau. Unser eigener Mini-Anbau ist nach biologisch-dynamischen Regeln gestaltet.
Wir kaufen vorzugsweise Rohstoffe ein, deren Erzeuger einem anerkannten Anbauverband angehören.

Selbst das beste Bio-Produkt muss sich anpassen, wenn es um die Produktion mit Maschinen im industriellen Rahmen geht. Der Rohstoff muss also einige Anforderungen erfüllen, damit er für eine reibungslose Produktion „maschinengefügig“ ist. Folgen dann noch zig Be- und Verarbeitungsschritte, so fragt sich, ob das Endprodukt immer noch Bio ist. Ganz zu schweigen von den legalisierten Hintertürchen, damit es immer noch unter Bio vertrieben werden kann.
Sehr bedenklich ist der Einsatz der Nanotechnologie im Lebensmittelbereich, von dem die wenigsten überhaupt etwas mitbekommen. Einsatz finden diese modifizierten Molekülstrukturen schon lange in der Kosmetik (auch in der Naturkosmetik z. B. in Sonnenschutzmitteln als Filter) und bei Medikamenten.
Ein Nanometer ist 10-9 m (1/1.000.000.000 m; 1 Meter = 1 Milliarde Nanometer) lang und ca. 2.000 mal dünner als ein menschliches Haar. Diese Partikelchen sind also so klein, dass sie teilweise vom Körpersystem nicht mehr erkannt werden und so in alle nur erdenklichen Bereiche des Körpers vordringen können. Aber selbstverständlich geht lt. Industrie & Co. davon keinerlei Gefährdung aus. Es wurden bereits einige Produkte mit Nano-Partikeln in den USA von der Food and Drug Administration zugelassen, ansonsten findet es weitere Verwendung in den Verpackungen von Lebensmitteln. Inwieweit diese Nanopartikel auf das Lebensmittel übergehen, hierüber liegen uns noch keine konkreten Informationen vor. Was uns etwas stutzig macht ist, dass selbst in den Bio-Anbauverbänden das Thema Nanotechnologie nicht eindeutig behandelt wird.
Besondere Sorgfalt und wesentlich strengere Kriterien erfüllen Erzeuger und Hersteller, die einem anerkannten Anbauverband wie z.B. Demeter, Bioland, Biokreis, Naturland etc. angehören. Leider sind die Mitgliedschaften und das Kontroll-Prozedere mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Da wir vergleichsweise kleine Mengen herstellen, ließen sich diese Kosten nur schwer auf die Produkte umlegen. Was also sollen wir tun?
Um unsere Produkte mit dem EU-Bio-Siegel versehen zu können, haben wir diesen Zertifizierungsschritt und die damit verbundene Investition bewusst unternommen. Unsere internen Kriterien sind jedoch noch wesentlich strenger gestaltet, als es diese Institution fordert.

Im wesentlichen arbeiten wir einfach und ehrlich, d.h. sortieren, säubern, zerteilen, kochen, zerkleinern und ggf. passieren – mehr nicht, und bis auf den Mixer, der ab und an zum Einsatz kommt, alles in Handarbeit. So möchten wir unseren Produkten die Seele bewahren, mit einer Geschmacksindividualität, die sich nicht vergleichen lässt. Einheitsgeschmack? Nicht bei uns!
Auch Binde- oder Verdickungsmittel, außer bei Gelees & Co., werden Sie in unseren Produkten nicht finden, denn wir reduzieren auf natürlichem Wege ein, um den Geschmack zu konzentrieren. Lassen Sie uns noch ein paar Sätze zu den Kochsendungen verlieren, die vor einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Der Beginn war mit informativen und lehrreichen Inhalten sehr interessant. Doch immer weiter wurde daraus eine Show, in der es um Unterhaltung, nicht aber wesentliche Inhalte geht.
Zum Kochen braucht es Lust, Spaß, Liebe, Spontaneität, Begeisterung und Experimentierfreude, wobei unseres Erachtens mit der Entwicklung der Molekularen Küche der Fahnenstange Ende erreicht ist. Es ist zwar interessant anzuschauen und wie überall will der Verbraucher einen neuen Reiz, aber hat dies nicht allenfalls etwas mit einem Chemiebaukasten zu tun, bei dem einige Zutaten nur über die Apotheke erhältlich sind?

Kochen sollte doch ein sinnliches Vergnügen sein, bei dem die Rohstoffe „nur“ das hergeben, was Prioritäten von Natur aus gegeben ist. Auch wenn Sie wenig Zeit haben, nehmen Sie sich diese hin und wieder und kochen Sie doch zusammen mit Freunden, bewusst und ohne schlechtes Gewissen.
Wenn Sie Interesse am Kochen haben, aber nicht die Kochpraxis oder das Wissen, dann sprechen Sie uns an, warum nicht ein Koch- und Genussereignis organisieren? Nun zurück zu unseren Produkten und zum Thema Regionalität.
Da kommt man früher oder später in eine Zwickmühle, wenn es um die Ökobilanzierung geht. Aber, Gewürzkarawanen gab es schon früher, Handel mit Gewürzen war und ist teilweise noch existentiell und somit ist ein Bezug vom anderen Teil der Erde auch nur ein Handel über Grenzen. Würden wir z.B. nur Gewürze aus der Region beziehen, so ginge ein einzigartiges Geschmackserlebnis verloren. Wir bemühen uns auch hier um einen fairen Handel mit kleinen Betrieben oder Kooperativen, wenn auch über Umwege über unsere Großhändler.

Wir wissen auf alle Fälle, dass wir ein hochwertiges, reines und mit Liebe und Begeisterung in Handarbeit hergestelltes Produkt erzeugen und die Natur mit ihren vielfältigen Rostoffen wertschätzten. Sie werden es schmecken und spüren. Besondere und interessante Produkte, die Sie nicht an jeder Ecke finden, ergänzen unsere eigene Linie, die ebenfalls stetig durch neu umgesetzte Ideen bereichert wird. Apropos „jede Ecke“. Unsere Produkte finden Sie nur bei ausgewählten Händlern, in deren Sortiment das Thema Feinkost mit Charakter einen würdigen Platz findet und die Ihnen mit Rat, Tat und Kompetenz bei Seite stehen.

Viel Freude und Genuss am Leben wünscht Ihnen
Ihre Genießermanufactur

Sabine Hennek & Thomas Luciow

P.S. Gerne entwickeln wir auch für Sie individuelle Gewürzmischungen,
Soßen, Pasten, Schokoladencreationen und dergleichen.

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