Japanischer Ingwer Myoga

Marlene, die Schwiegermama von Thomas, hat einen Grünen Daumen und bestellt einen kleinen Hausgarten, in dem wir auch eine biozertifizierte Ecke haben. In dieser Ecke tummeln sich verschiedene Kräuter, die wir unter anderem für unsere Kräutermelange verwenden.

Auf der Rückfahrt eines Kurzurlaubs konnte Marlene nicht an sich halten und musste bei einer bekannten Kräutergärtnerei vorbeifahren, da sie gerade auf dem Wege lag.

Mitgebracht hat sie unter anderem den Japanischen Ingwer Myoga.

In Japan ist dieser Ingwer sehr verbreitet und wird als Würzpflanze wohl nahezu alltäglich als Frischkraut verwendet. Zwar sind auch die Blätter sehr aromatisch, genossen werden vorrangig jedoch die Blütenknospen, die dicht an, oder knapp unter der Erdoberfläche erscheinen. Alternativ kann man die Rhizome, bzw. deren 15-20 cm langen Sprossenenden, die gut nachwachsen, verwenden.

Am besten bleibt das Aroma erhalten, wenn man die Knospen fein schneidet und kurz vor dem Servieren dem Essen zufügt.

Der Geschmack passt zu vielen Gerichten, wobei wir die asiatisch angehauchte Küche empfehlen. Doch selbst Aufläufe erhalten einen interessanten Touch und sogar beim Süppchen punktet das interessante Kraut.

Hauch fein geschnitten, ergänzt es Salate, oder, gibt vermischt mit dunkler Sojasauce gebratenem Tofu oder Fisch eine exotische Begleitung.

Um die Blütenknospen haltbar zu machen, empfiehlt sich das Einmachen in einer süß-sauren Marinade.

Geschmacklich ist der Japanische Ingwer nur vage mit dem normalen Ingwer (Zingiber officinale) zu vergleichen. Die Schärfe ist dezent und die Aromen erinnern an Petersilie, Koriander und einen Hauch Zitrone.

Die Knospen munden am besten, wenn die Blüten noch nicht erschienen sind, können aber auch nach deren Erscheinen bedenkenlos genossen werden.

 

Japanischer Ingwer Myoga
Aufgeschnittener Japanischer Ingwer

 

Japanischer Ingwer Myoga kommt aus dem Hochland Japans und den gemäßigten Zonen Chinas. Die Pflanze ist relativ anspruchslos und verträgt sogar geringe Fröste, bzw. heißere Sommer, sollte jedoch nicht permanent der Sonne ausgesetzt sein. In raueren Gegenden empfiehlt sich die Pflanzen in Töpfen zu kultivieren und kühl zu überwintern.

Im Spätherbst zieht die Pflanze ihre Blätter ein und treibt im späteren Frühjahr wieder aus. Eine Rhizomsperre ist angeraten, will man die Pflanze nicht wandern sehen, denn bei idealen Bedingungen gerät sie leicht ins Wuchern.

Die Pflanzenhöhe beträgt ca. 80-100 cm.

Bei uns erscheinen die Blütenknospen und Blüten Anfang Mitte August.

Es gibt Empfehlungen, bei denen man die Pflanzen anhäufeln soll, damit die Blütenknospen, ähnlich wie beim Spargel, hell bleiben.

Einen Pflanzensteckbrief finden Sie bei Susanna Komischke.

 

Japanischer Ingwer Myoga
Japanischer Ingwer Myoga

 

Genießer-Tipp:

Japanischer Ingwer Myoga – Die Blätter eignen sich hervorragend zum Einwickeln von mariniertem Fisch, Garnelen oder Hähnchenfleisch, welche anschließend gedämpft werden. Selbst als dekorative Unterlage finden sie bei uns Verwendung.

Risotto mit Garnelen - angerichtet auf einem Blatt der Japanischen Ingwerpflanze
Risotto mit Garnelen – angerichtet auf einem Blatt der Japanischen Ingwerpflanze

Autor: Thomas Luciow – Kulinarischer Createur – Die Genießermanufactur Würzburg

One thought on “Japanischer Ingwer Myoga

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.